szmmctag

  • title-19261442

    Das Meer ist in Sicht. Urlaub. Endlich mal wieder Sonne, Strand und Bücher lesen.

    Vorfreude. Aufregung. Reiselust.

    werden getrübt von der viel größeren Freude auf den besten Mann. Aufregung wird noch größer, wenn man nur sehr wenig Zeit mit dem Partner hat. Wir haben uns nach vier Tagen sonst schon immer so viel zu erzählen, da sind zwei Wochen unschaffbar massig für elf Stunden mit Jetlag. Reisegeschichten. <3 werden sicherlich kürzer ausfallen.

    Wir freuen uns wie Bolle aufeinander. Und allein das war's wert.

    "DAS müssen wir nächstes Jahr unbedingt auch machen!"

    oder:

    WOW! Das war so ein Erlebnis was ich unendlich gern mit dir geteilt hätte.

    und:

    Es ist wie schon im letzten Jahr auch eine Überraschung für mich, ob ich dich vom Flughafen abhole.

    Und plötzlich sind es keine vierundzwanzig Stunden mehr. "Ein Honigkuchenpferd ist depressiv, wenn man sich dich so ansieht." lacht der Wirtschaftsjurist. Das sind die letzten Worte, die ich aus dem Büro mitnehme.

    <3
    Urlaub

    Zwischenstopp in der WG. Mit wahllos gepacktem Urlaubskoffer weiter.

    Einkaufen und putzen nicht geschafft.

    Trotz Zeitdruck und Terminen beginnt morgen schon Urlaub. Mit Pflaumenmarmeladenbrötchen. YEAH!

    Sonnencreme vergessen.

    Auch das ist mir lax.

  • title-19207976

    Jeder der behauptet, dass Sehnsucht etwas Schönes sei weil dies Vorfreude bedeute, ist ein Spinner.

    Sehnsucht ist etwas ganz, ganz Furchtbares.

    Ich habe heute leider kein Foto für dich.

    tippe ich ins Handy, wische die Krokodilstränen von meinen geschwollenen Lidern und rede mir ein, dass die Zeit schneller vergeht, wenn ich mehr schlafe, was auch nicht unbedingt funktioniert.

    Ich leide. Wie noch nie. Deswegen kann ich auch kein albernes Selfie von mir verschicken.

    Ich glaube, ihm geht's ziemlich ähnlich. Mit dem Leid und der Sehnsucht. Nur weint er vermutlich nicht heimlich mit Wärmflasche und Schokoeis im Bett.

    So ist das mit der Liebe. Manchmal ist die ganz schön Scheiße.^^

    Das Ding is' ja, dass wir uns darauf geeinigt haben, wie sehr er und ich gegen den Rest der Welt zusammenhalten. Das funktioniert nur nicht so gut, wenn wir uns auf verschiedenen Kontinenten und in relativ gegensätzlichen Zeitzonen befinden.

    Schön, dass ich selbst die legitimsten Emotionen versuche plausibel zu rechtfertigen. :roll: Ich muss mir das auch echt mal abgewöhnen...

    Ich hatte mir so viele Dinge vorgenommen, die ich während dieser zwei Wochen Alleinsein treiben wollte. Aber die erste Woche ist vorbei und ich habe beinahe gar nichts geschafft. Natürlich treffen wir uns hin und wieder bei Skype und whatsappen fleißig. Aber so schön es auch ist, dieser ruhigen, friedlichen Stimme zu lauschen und in dieses rotbärtige Gesicht zu schauen, so sehr fehlt mir die Anwesenheit dieses einen Menschen an meiner Seite.

    Meine Homebase ist nicht Zuhause.

    Ich wollte basteln, Marmelade kochen, häkeln, putzen, backen, Koffer packen und sporteln. Aber ich bin für alles zu traurig. Ich habe eine ganze Wohnung für mich in der ich mich geborgener fühle, als an dem Ort für den ich Miete bezahle. Aber all die Geborgenheit sorgt nur dafür, dass ich mich einigeln und leidenschaftlich leiden möchte. Wie kann das eigene Wohlbefinden so sehr von der physischen Nähe eines anderen Menschen abhängen?

    Es sollte ein Lichtblick für mich sein, dass ich nächste Woche ebenfalls in die Sonne fliege um zu surfen, am Strand zu chill'n und mir Lissabon anzusehen. Aber der wahre Lichtblick liegt eher darin, wenige Stunden vor Abflug meine Homebase in Empfang zu nehmen und sie kurz zu genießen. Die Homebase-Vorfreude ist getrübt von dem befremdlichen Gefühl, nach wenigen Stunden Zweisamkeit, schon wieder allein auf Achse sein zu müssen.

  • title-18918188

    Neuer Versuch:

    Den Kleiderschrank ausgeräumt, Dreiviertel des Inhalts an Flüchtlinge gespendet. Schuhe, Bücher, Filme und Musik verschenkt, verkauft oder noch bei Ebay drin.

    Fotos und Briefe zum Verbrennen bereit gelegt. Das gibt ein Feuerwerk. Schmuck weggeschmissen. Festplatte vom Rechner, der seit zwei Jahren nicht genutzt wurde mit Hammer zertrümmert und entsorgt. Rechner auch. Alles muss neu.

    Fertig bin ich noch lange nicht, aber es fühlt sich schon mal sehr gut an! Es ist prima, sich zu minimieren. Es ist richtig, unschönen Ballast aus der Vergangenheit loszuwerden aber dafür nur Schönes mit in die Zukunft zu nehmen.

    Ich hoffe dadurch ja auf wesentlich weniger Möglichkeiten binnen Minuten akuteste Unordnung zu schaffen.

    Im Büro komme ich auch langsam in die Gänge... Langsam, wenn die Tagesform stimmt.

    Während ich all das Liegengebliebene sortiere, ordne ich auch meinen Kopf neu. Furchtlose, moralische Inventur mit mir Selbst. Abschiede. Trennungen.

    Mein neues Donnerstagabendprogramm mit einer Gruppe von gleichgesinnten, erwachsenen Kindern (...) hilft. Ich habe dort Aufgaben übernommen, mich eingefügt und freue mich immer wieder auf das anschließende sleepover-Date beim geilen Gast.

    Ja, den gibt es noch. Präsenter, als je zu vor für mich. Bester Mann. Ich schwör'.

    Geht gut. Auch, wenn es momentan nicht so den Anschein hat. Ich gebe mir Mühe, mein Herz nicht mehr so sehr auf der Zunge zu tragen. Ich übe noch. Dafür funktioniert es jetzt wesentlich besser, meinen Mitmenschen (insbesondere meinem Partner) zu vertrauen. Kein Ausraster mehr. Nur noch pure Harmonie und Freude.

    Soziale Kontakte pflege ich derzeit schlechter, denn je. In der Hoffnung, dass es mir niemand übel nimmt, wenn ich endlich damit aufgehört habe so beschäftigt mit mir selbst zu sein.

    Ist wohl alles ein Prozess.

    Wird schon. Und wenn nicht... ist das ja auch nichts Neues mehr für mich.

  • title-17954588

    In der Realität züchte ich eben nicht bloß Honigkuchenpferde und tänzel' über Regenbögen.

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