szmmctag

  • title-19704601

    Bockt hart, wenn Einträge nach 4,5 Stunden Getippe einfach mal weg sind weil das Internet abkackt.

    Ich bin ein Gänseblümchen.

  • title-19563968

    Ich hab' schon wieder ein Stückchen meines Herzens an ein Fleckchen dieser Erde verschenkt.

    Großartig, in einem Bed and Breakfast auf dem Wasser zu nächtigen. Cool, abends im Bett zu liegen und die '???' zu hören. Witzig, wie da jemand jeden Morgen das Badezimmer mit dem Duschabzieher von Wasser befreien muss weil er es geflutet hat. Lustig finde ich das natürlich nur, weil ich nicht dieser jemand war.

    ---

    Da wir schon mittags in Amsterdam waren und auch recht schnell unsere Kajüte bezogen hatten, lag es nahe direkt mal das Festland zu erkunden. "Hach, ist das hier schön." hört man von mir an ungefähr jeder Ecke, um die wir biegen. Und wir biegen um verdammt viele Ecken, was sich rausstellt während ich auf die Idee komme unser Geld zu verpulvern, als ob mich die leckersten Süßigkeiten tatsächlich Gold pupsen lassen würden. Hoffentlich lach' ich irgendwann drüber, dass ich gerade 8 Euro für einen Liter Apfelsaft und eine große Flasche Wasser verschleudert hab'. "Weißt du noch damals in Amsterdam, als du ernsthaft 8 Euro für eine Apfelschorle ausgegeben hast?" grinst der beste Mann.

    "Weißt du noch damals, in Amsterdam..." sagen wir fortan immer, wenn irgendeiner unserer vielen Pläne nicht aufgeht. War ja nicht der einzige Moment, in dem wir aufgrund von Unwissenheit Fuffis durch den Club ÄHH... Amsterdam geschmissen haben.

    Der Vondelpark war zwar nicht mein Plan des Tages, aber ich stelle schnell fest, dass sich der Besuch lohnt. Es ist also okay, über Tagesziele weit hinauszuschießen. Der Abend endet um halb zehn mit Gejammere über schmerzende Füße im Bett links, mit genüsslichem Niederlegen der Glieder im rechten Bett und den '???' auf dem Tisch in der Mitte.

    Am zweiten Tag finde ich Amsterdam noch schöner. "Ich weiß ja nicht, ob du's heute schon gehört hast... Es ist so schön hier!" Eine Stärkung im Café de twee Zwaantjes nach einem Endlosmarsch durch den Jordaan und einer Fotosession vor verdächtig wirkenden Brennnesseln. Türkisfarbenen Käse mit Lavendel im Laden des Käsemuseums probieren. Einen Cocktail im wahrscheinlich hübschesten Szeneladen der Stadt genießen. <3

    "Mir fehlt es, dich zu sehen, wenn wir reden. Das ist doch bescheuert mit diesem Tisch hier in der Mitte."

    Samstag ist alles am schönsten. Amsterdam vom Wasser aus. <3 "Lass mich raten! Du findest es sehr schön hier." Pannekoeken <3 Riesenrad <3 In der Altstadt reiht sich ein Süßigkeitenladen an den nächsten. Und dabei sieht alles so toll, bunt, gemütlich und niedlich aus! Ich glaube, ich kann den Herbst doch lieben lernen. Das habe ich dort gemerkt.

    "Jetzt hatten wir schon wieder so einen großartigen Sommer." höre ich mich sagen während wir noch mal von der Sonne geküsst werden. "Hattest du daran gezweifelt?" schmunzelt dieser Lieblingsmensch und küsst meine Stirn.

    "Ich dachte gestern Abend, du tötest mich, wenn ich das jetzt sage." - "Mh? Warum?" - "Cheesy, halt... in der Situation." Ich glaube es gibt schlimmere Macken, als deine Vorliebe für Klischeekitsch!

    Kurz darauf sitzen wir im Zug und scrabbeln. "Ich hab' zu wenig Fotos gemacht." aber ich bereu' es nicht. "Du?! Ich zieh' ab morgen wieder in die WG zurück, ne?!" - "Warum? Weil wir beide viel zu erledigen haben." - "Ja, zum Lernen ist es schon besser." Gut, dass wir uns verstehen.

    Den Plan hat der Herr zwar 24 Stunden später schon wieder vergessen. Aber mit meinen Geschenkpaket voller Bronchitis, welches ich ihm während unseres Urlaubs und irgendwie auch schon davor überreicht habe...

  • Komm, wir fahren nach Amsterdam!

    Wer sitzt gerade im Zug und ist auf dem Weg?! :>>

  • title-19451295

    Eigentlich wollte ich noch die letzten Erinnerungsfetzen aus meinem Urlaub festhalten, aber ich stelle fest... meine Erfahrungen beim Yoga und was das mit meinem Hirn gemacht hat, sind zu intim und klingen zu weird um sie in die Welt hinauszuposaunen. Da bleibt dann nur der Rest.^^

    Aber es gibt ja auch Impressionen, die vielleicht jeder für sich selbst kennen und auch lieben lernen könnte.

    Ich gestehe, dass ich die meiste Zeit in meinem Urlaub mit Chill'n verbracht hab'. Wie sich das gehört. Die ersten drei Tage habe ich quasi durchgeschlafen. Meinem Schlaf konnten weder Anrufe noch der Versuch meine Zimmertür von Außen zu öffnen etwas anhaben. Jedenfalls am Abend. Morgens bin ich einmal mit der Sonne aufgewacht. Ich habe ihr entgegen geblinzelt und diese Farbpracht hinter den Hügeln voller Palmen so unendlich genossen. Dabei schön aufgerichtet und in den Bauch geatmet.

    In neuer Lieblingsschlonzhose bin ich meist mit O-Saft und Frühstück auf die Terrasse geschlurft. Habe mich in die Sonne gesetzt und so richtig gelebt. Ich musste nie sonderlich lange auf die albanische Königin warten. Und wenn doch, habe ich mich immer wunderprächtig mit allen Gästen und Angestellten des Hostels unterhalten. Das junge französische Ehepaar und ich hatten viel Spaß. :)) Der schwule Italiener und sein befreundetes Paar haben für mich 'Oasis' auf der Gitarre gespielt und gesungen. Die albanische Königin erzählt der portugiesischen Kartoffel, dass ich seinem Hostel gute Bewertungen bescheren werde, so wie ich alle Gäste um meinen kleinen Finger wickel'.

    "Endlich bist du wieder die alte Inga." höre ich von der Frau, mit der ich seit einem Jahr sehr viel Zeit teile.

    Die Nachmittage haben wir immer am Strand verbracht. Nicht so oft, wie geplant mit Surfbrett. Aber eben doch das eine oder andere Mal. Es gab Tage an denen ich unglaublich motiviert bei der Sache war. Nicht zuletzt, weil ich mich gar nicht mal so dumm anstellte und ziemlich schnell Blut geleckt hatte, als es einigermaßen lief. Die Geschwindigkeit unter mir zu spüren, war schon recht beeindruckend. Wenn auch nur immer sehr kurz. Mit tierischem Muskelkater und etlichen blauen Flecken an meinem Körper wachte ich am nächsten Morgen wieder auf. Das hatte sich gelohnt.

    Es gab auch Tage an denen war ich eigentlich schon vollkommen am Ende, als ich mich in den Wetsuit gequält hatte. Mit Brett im Griff rannte ich gegen Wände aus Wellen und diese rissen mich eher zurück zum Strand, als auf's Board.

    An jenem Tag diente das Surfboard mehr des Posings, als des Surfens. Wenn ich schon scheitere, kann ich dabei ja wenigstens eine gute Figur machen. dachte ich mir.

    Ich würde aber behaupten, dass ich die schönste Zeit hatte, wenn ich Muscheln und Steine sammeln gegangen bin. Immer wieder mal habe ich genauer hingesehen und so viel Schönes entdeckt. Wobei meine Begeisterungsfähigkeit für so ziemlich alles dort gereicht hat. Aber es ist wirklich beruhigend, wenn man sich mal Zeit nimmt die Natur und das Leben darin zu betrachten. Ich habe durchgeatmet. Immer in den Bauch. Bei aufrechter Körperhaltung. Wie ich es beim Yoga gelernt habe. Neun Tage. Es hat nicht gereicht. Ich bin traurig, als wir den Strand am letzten Abend verlassen. Obwohl ich mich doch auf mein Zuhause freue.

    Ich hatte das Gefühl, nicht ausreichend gesehen zu haben, obwohl mich unser Ausflug zur Mittelalterburg ein paar Orte weiter schon sehr sprachlos gemacht hat. Sprachlos war ich, weil das alte Gemäuer zwischen Palmen und Olivenbäumen im Sonnenuntergang so herrlich geleuchtet hat. Lissabon musste ich sausen lassen um noch mehr am Strand zu sein. Um zu lesen, zu laufen oder um in die Wellen des Atlantiks zu hüpfen.

    Jetzt weiß ich, wie Urlaub sich zu kurz anfühlen kann. Meine Akkus sind vielleicht bis zu 35 % aufgeladen. Ansonsten bin ich jetzt leider wieder recht schnell die Alte geworden. Natürlich schaue ich 'Breaking Bad' nun mit Originalton noch mal. Mein Überschwang von Kreativität reißt nicht ab. Allerdings habe ich viel zu viele Ideen für zu wenig freie Zeit. Es bleibt nicht die Möglichkeit, mich auszuleben. Weil ich tendenziell nur vereinzelte Tage in der WG bin und wohl kaum mein halbes Hobbyzimmer in die kleine Wohnung meines Partners schleppen kann. Und in der WG wohnen und begegnen einem immer so viele nette Menschen... Schwups ist nach dem Feierabend und einigen Gesprächen auch schon wieder Schlafenszeit.

    Meine Hood hat sich verlagert. Unbeabsichtigt. Aber ich habe das mit sehr viel Freude gefeiert. Good old Barmbek. dachte ich, als ich Samstag das Abendbrot beim Gemüsehändler in der Fuhle kaufte und mich nicht an eine Supermarktschlange stellen musste.

    Nun denn. Ich dachte, dass ich mal wieder etwas aktiver werden würde, aber ich trödel und trottele immer noch die ganze Zeit so vor mich hin. Ich weiß, was ich alles möchte, könnte, sollte und müsste. Nur fehlt mir die Energie dazu.

    Obwohl ich irgendwie schon nach den nächsten Flügen schau' weil mein Hintern viel zu voll mit Hummeln ist, bin ich überwiegend froh, wieder viel in Barmbek zu sein. Mit dem besten Mann ist halt alles schön. Selbst matschiger Pflaumenkuchen, der wesentlich besser schmeckt, als er aussieht. Die albanische Königin zwischen uns auf der Couch, während wir gespannt ihrem Problem mit der portugiesischen Kartoffel lauschen. 'Skip-Bo' mit seiner Oma, die uns quasi nur abzieht. Stullen schmieren und Sonntagabendzockerei versus Nagellackparty in Monsieurs Wohn- und Schlafgemach.

    Neues gibt es nicht wirklich. Nur der Eindruck, den ich wenige Tage nach meiner Heimkehr aus Portugal von mir selbst gewinne ist mir unbekannt. Beim Durchschauen der Urlaubsbilder seh' ich mir noch mal genauer an, wie ich mit Surfboard im Arm wirke. Das bin ich?! Ernsthaftig war es gut, dass ich mich mal so wahrnehme. Im Bikini. Schon irgendwie recht nice. Uneigentlich bin ich immer wieder ein bisschen fassungslos, wenn ich diese Fotos betrachte.

    Darauf gönn' ich mir eine ordentliche Portion Narzissmus und starte in eine neue Woche.

  • title-18918188

    Neuer Versuch:

    Den Kleiderschrank ausgeräumt, Dreiviertel des Inhalts an Flüchtlinge gespendet. Schuhe, Bücher, Filme und Musik verschenkt, verkauft oder noch bei Ebay drin.

    Fotos und Briefe zum Verbrennen bereit gelegt. Das gibt ein Feuerwerk. Schmuck weggeschmissen. Festplatte vom Rechner, der seit zwei Jahren nicht genutzt wurde mit Hammer zertrümmert und entsorgt. Rechner auch. Alles muss neu.

    Fertig bin ich noch lange nicht, aber es fühlt sich schon mal sehr gut an! Es ist prima, sich zu minimieren. Es ist richtig, unschönen Ballast aus der Vergangenheit loszuwerden aber dafür nur Schönes mit in die Zukunft zu nehmen.

    Ich hoffe dadurch ja auf wesentlich weniger Möglichkeiten binnen Minuten akuteste Unordnung zu schaffen.

    Im Büro komme ich auch langsam in die Gänge... Langsam, wenn die Tagesform stimmt.

    Während ich all das Liegengebliebene sortiere, ordne ich auch meinen Kopf neu. Furchtlose, moralische Inventur mit mir Selbst. Abschiede. Trennungen.

    Mein neues Donnerstagabendprogramm mit einer Gruppe von gleichgesinnten, erwachsenen Kindern (...) hilft. Ich habe dort Aufgaben übernommen, mich eingefügt und freue mich immer wieder auf das anschließende sleepover-Date beim geilen Gast.

    Ja, den gibt es noch. Präsenter, als je zu vor für mich. Bester Mann. Ich schwör'.

    Geht gut. Auch, wenn es momentan nicht so den Anschein hat. Ich gebe mir Mühe, mein Herz nicht mehr so sehr auf der Zunge zu tragen. Ich übe noch. Dafür funktioniert es jetzt wesentlich besser, meinen Mitmenschen (insbesondere meinem Partner) zu vertrauen. Kein Ausraster mehr. Nur noch pure Harmonie und Freude.

    Soziale Kontakte pflege ich derzeit schlechter, denn je. In der Hoffnung, dass es mir niemand übel nimmt, wenn ich endlich damit aufgehört habe so beschäftigt mit mir selbst zu sein.

    Ist wohl alles ein Prozess.

    Wird schon. Und wenn nicht... ist das ja auch nichts Neues mehr für mich.

  • title-17954588

    In der Realität züchte ich eben nicht bloß Honigkuchenpferde und tänzel' über Regenbögen.

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.